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Eine Expeditionskreuzfahrt an sich ist etwas Besonderes. Doch prüfen Sie genau, ob es sich bei dem Ihnen vorliegenden Angebot auch um eine echte Expeditionskreuzfahrt handelt. Erkennen können Sie dies u.a. an der Größe des Schiffes und am Landausflugsprogramm.
Sowohl Arktis als auch Antarktis stehen unter sehr strengen Naturschutz-Auflagen. Anlandungen mit den sogenannten Zodiacs, dies sind motorgetriebene Schlauchboote, dürfen nur zu bestimmten Zeiten und meist nur mit einer kleinen Zahl von Gästen geschehen.
Die Schlussfolgerung liegt nahe und ist richtig, dass, um allen Gästen gerecht zu werden, Sie auf einem großen Schiff selbst nur kurze Zeit bekommen, das Schiff zu verlassen bzw. gar keine, da sich Ihr Schiff eher auf einer Panorama- als auf einer Expeditionskreuzfahrt befindet.
Ein weiteres Hilfsmerkmal ist u.a., ob Ihr Schiff über eine sogenannte Eisklasse verfügt. Schiffe mit der Auszeichnung Eisklasse weisen Rumpfverstärkungen, einen verringerten Spantenabstand (eine Spante ist ein tragendes Bauteil zur Verstärkung des Rumpfes), Propeller aus Edelstahl bzw. eine elastisch gelagerte Maschine aus. Nur sehr wenige Schiffe zählen jedoch dazu.
Was aber macht nun eine echte Expeditionskreuzfahrt aus? Sie erwartet dort meist ein sehr hochwertiges Angebot an Vorträgen zu Natur und Tierwelt, die von hoch qualifizierten Lektoren gehalten werden. Es wird jedoch kein Unterhaltungsprogramm angeboten (wodurch auch u.a. auf die sonst bei Kreuzfahrtschiffen übliche Abendgarderobe verzichtet werden kann). An Bord eines Expeditionskreuzfahrtschiffes erwartet Sie Bildung statt Unterhaltung also: Edutainment statt Entertainment. Das Highlight einer Expeditionskreuzfahrt ist die Natur hautnah zu erleben, sei es z.B. beim Spazieren auf Polareis, beim Besuch einer Pinguinkolonie oder beim Kalben gigantischer Gletscher.
Quelle: Auszug aus "Der große Hochsee-Kreuzfahrten Ratgeber ... macht Lust auf Meer" von Carsten Meyer
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